Zeit ist eine ganz merkwürdige
Einheit. Etwas absolut nicht Greifbares.
Ich habe hier in Indien nun meine
Halbzeit erreicht. Um genau zu sein war sie schon am 28. August.
Nun zählt die Zeit rückwärts.
Die Hälfte!!
Und alles wird anders.
Dies wollte ich als Anlass nehmen und
mal etwas Allgemeines über meine Arbeit und mein Leben, was zu
meinem Alltag geworden ist, zu berichten.
Am Montag, den 05.09, haben wir, Yvonne
Frederik und Ich, Sophie zum Flughafen gebracht.
Sophie, meine zweite Hälfte hier in
Indien.
Wir beiden haben dieses Jahr, bis auf
ein wenige paar Wochen, immer zusammen verbracht. Mit ihr habe ich
nicht nur mein Zimmer über 6 Monate geteilt, sonder vor allem auch
viele Gespräche, viele Eindrücke, viele Gedanken, eigentlich alles!
Alles was mein aktuelles Leben hier ausmacht.
Es war ein komisches Gefühl, dass nun
die erste Person von uns Vieren den Ort verlässt und damit unsere
gemeinsame Zeit beendet. Eine unglaublich eindrucksvolle Zeit, die
wir so nie wieder haben werden.
Ein paar bildliche Eindrücke:
| Sizzling Brownie!! Das Beste was Schokolade so zu bieten hat!! |
| Bei einer Filmpremiere |
| Hmmm lecker! Dai Puri! |
| Sunny, ein Freund |
| Die Freundschaft mit den Affen |
| Gesegnet wurden wir alle ganz oft |
| In einer Kohlemine |
| Chinese Food am Straßenrand |
| Die Auswirkungen vom Monsun ;) |
| Die Sonne genießen, nur der Chai fehlt |
| Somosas!!! |
| Mango!!! |
| Sandwich!! |
| Frisch gepresster Saft!! |
| Zuckerrohr.... |
| ... Saft!! |
| Henna!! |
| Mein Papa <3 |
| Bekomme einen Salva-Kamez genäht :) |
![]() |
| und wir bekommen Post.. auf indische Art auf Weise... |
| "Meine" Kinder aus dem Dorf :) |
| Beim Servieren.. Super anstrengend!! |
| Chapati!!! |
Ganz komisch war vor allem, dass zweit
Stunden später die "Neuen" angekommen sind. Neue
neugierige Freiwillige, die ganz begierig darauf sind, die Erfahrung
"Indien" nun auch machen zu können. Sie sind innerlich
aufgewühlt, fühlen sich noch ein wenig fremd und haben vor allem
viele Fragen.
Ja und ich? Ich weiß gerade selber
übrhaupt nicht wo ich stehe. Kann es noch nicht wahr haben, dass das
erste halbe Jahr schon vorbei sein soll. Ich bin doch gestern hier
erst angekommen, wurde von Hargowind und Sophie am Flughafen abgeholt
und habe mein Zimmer eingerichtet.
Dann ist aber in diesem halben Jahr
doch auch wieder unglaublich viel passiert.
Ich habe unbeschreibliche viele
herzliche Menschen kennen gelernt, viele wunderschöne, interessante
und verrückte Orte besucht, viele viele Eindrücke gesammelt, mir
über vieles Gedanken gemacht. Ich habe viel gelacht, war immer mal
wieder überfordert mit der neuen Kultur, mit mir, mit den Eindrücken
und Erlebnissen, hatte Heimweh, war ab und an verzweifelt, habe
getanzt, viel Neues gegessen, viel ausprobiert.
Nun ist dies Leben, was so neu, ganz
anders war, für mich Alltag.
Natürlich fahre ich Riksha, wenn ich
irgendwo hinmöchte, selbstverständlich laufe ich über die Straße,
wo ich vor einem halben nicht gewusst hätte, dass man das überleben
kann, natürlich esse ich mit den Händen, trage ich bei 45°C lange
Hosen und bedecke meinen Körper so weit es geht, Hindi klingt
vertraut in den Ohren, Chai, Dal und Chapati gehören zum täglichen
Essen, Schokolade, Pizza, Nudeln sind eine Seltenheit.
Ganz selbstverständlich lebe ich immer
mal wieder ohne Strom und blöder Weise auch ohne Wasser, d.h.
Brunnenwasser steht mir immer zur Verfügung.
Ich schlafe in zu harten Betten und
habe das Gefühl im Schullandheim zu wohnen, was Alkohol und
Zigaretten angeht.
Ich freue mich tag täglich über das
frischeste Obst und Gemüse ans dem Garten oder vom Markt für
umgerechnet ca 50 Cent das Kilo (dazu gehören Mangos, Granatäpfel,
Wassermelone, Papaya, Tomaten, etc.) Alles so unglaublich lecker und
süß und muss meist noch nicht einmal selber kochen :)
Alltag eben - mein Leben.
Auch Yvonne habe ich am Donnerstag, den
08.09., verabschiedet.
Ein weiterer Mensch, der immer zu
"meinem" Indien dazu gehören wird. Ein weiterer Mensch,
mit dem ich unglaubliche viele Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken
geteilt habe. Ein weiterer Teil des vertrauten Indiens ist nun weg.
Das Schöne, sie werde ich im Oktober
noch einmal wieder sehen, bevor sie nach Deutschland zurück reisen
wird.
Und Freddi ist aktuell in Varanasie und
wird im Oktober 3 Wochen lang Urlaub in der guten alten Heimat
machen, um dann noch einmal für ca 1 1/2 Monate nach Indien zurück
zu kehren.
Unsere perfekt aufeinander eingespielte
Gruppe hat sich nun aufgelöst - aber wie heißt es so schön: "Wenn
es am schönsten ist, sollte man aufhören." Und ich freue mich
jetzt schon auf ein Wiedersehen in Deutschland bei Chapati, Dal und
vor allem Chai :)
Es ist eine neue Zeit mit neuen netten
und interessanten Personen angebrochen, auf die ich mich jetzt freue
:)
Aber ich bin hier ja nicht nur, damit
ich was vom Land und den Menschen lernen kann, sondern damit ich auch
ein wenig den Menschen hier etwas beibringen kann.
Ich bin hier ja hergekommen, mit der
Vorstellung, hier eine Arbeitsstelle zu finden, in der ich sofort als
Hebamme mit meinen gewohnten Aufgaben, Vor- und Nachsorge mit
Geburten, beginnen kann. Ich als Junghebamme wollte lernen. Ich
wollte von den Ärzten und Schwestern lernen, wie man Hebammenarbeit
ohne technische Geräte duchführen kann.
Aber wie in Indien oft, war auch bei
mir alles anders.
Wie schon in einem vorherigen
Blogeintrag erwähnt, waren die Village Visits in meinen Augen sehr
uneffektiv. Wir sind von aus zu Haus gelaufen und haben die Namen der
darin lebenden Personen und ihr Alter aufgeschrieben. Nach ungefähr
5 Häusern waren wir dann aber auch fertig und haben die weiteren
drei Stunden mit Chai trinken verbracht.
Dazu kommt dass ich die Sprache damals
noch garnicht verstanden habe und auch von dem Land absolut keine
Ahnung hatte.
Es ist oft so, dass es im ersten Moment
für mich unlogisch aussieht und keinen Sinn ergibt, wenn ich dann
aber nachfrage, oder einfach weiter beobachte, stellt sich heraus,
dass das diese oder jene Situation doch einen Sinn ergibt. Ich habe
gelernt mir Zeit zu lassen, mich einzulassen. Erst dann kann man das
Land kennen lernen und auch ein ganz wenig verstehen lernen.
Was allerdings die Village Visits
angeht, habe ich in der Form nie einen Sinn gefunden, da v.a. die
Informationen noch nicht einmal verwendet wurden.
Ich denke, dass diese Form von Village
Visit dadurch ergeben hat, dass bis vor c.a einem Jahr noch ein
Doctor in Bamhani gearbeitet hat. Er machte die Arbeit und die Nurses
haben ihm zugespielt. Da ein Doctor finanziell wohl nicht mehr
getragen werden kann, mussten sich die Village Visits verändern. Sie
sollen mehr präventiv sein. Das war und ist meine Aufgabe.
Durch Mr. Khisty, meinem Chef, kamen
wir mit einer Organisation des Goverments für "Mother- and
Childcare" in Kontakt. Es gab eine Fortbildung für alle
Mitarbeiter des Sangam.
Auch wenn diese Fortbildung leider in
Marathie war und ich nur einen Bruchteil, durch Übersetzung,
mitbekommen hatte, habe ich erfahren, wie wichtig es ist, sich um die
Schwangeren, Wöchnerinnen und ihre Kinder zu kümmern. Perfekt für
mich, denn genau das ist ja mein Aufgabengebiet :)
Mit Archana, meiner Nurse, konnte ich
sehr gut anfangen diese Arbeit der Vorsorge, Nachsorge und Aufklärung
umzusetzen, da sie auch Hebamme ist.
Den Beruf der Hebamme gibt es in Indien
nicht als das Berufsbild, wie wir es in Deutschland kennen. Sie wurde
in zwei Jahren eher zu einer ärztlichen Assistentin im Bereich
Geburtshilfe ausgebildet. Aber sie hat ein sehr gutes Grundwissen.
Ich fing an Dokumentationsvorlagen zu
entwerfen. Dann, als ich sie, nach stundenlanger PC-Arbeit endlich
fertig hatte, habe ich erfahren, dass wir noch Vordrucke haben und
diese erstmal verwenden sollen. Nun gut. Wieder eine Erfahrung, dass
in Indien doch irgendwie alles anders läuft.
Bis heute habe ich es mit Hilfe von
Archana geschafft, dass bei ihren Villages Visits v.a. die
Schwangeren versorgt werden.
Ich habe ihr gezeigt wie bei uns in
Deutschland die Vorsorgen ablaufen.
Nun erstellen wir auf unseren Village
Visits erstmal eine Anamnese und errechnen den voraussichtlichen
Geburtstermin. Wir schauen nach Ödemen und Varizen, checken den
Blutdruck und Puls, überprüfen, ob die Frauen an einem Eisenmangel
leiden.
Natürlich tasten wir auch, mit den
Leopold´schen Handgriffen, wie das Kind im Bauch der Mutter liegt,
ob die Größe des Bauches auch der eigentlichen
Schwangerschaftswoche entspricht, ob der Kopf schon fest im Becken
ist, etc.. Wir hören mit dem Pinard-Hörrohr nach den Herztönen des
Kindes.
Archana klärt dann noch über die
allgemeine Ernährungslehre auf, welche Nahrungsmittel wichtig sind,
dass sie das Wasser abkochen sollen, bevor sie es trinken, wie sie
sich bücken und wie sie heben sollen, Hygiene, Verhütung, etc.
Wenn wir irgendwelche Komplikationen
feststellen, erklären wir den Frauen, dass sie einen Arzt aufsuchen
sollen.
(Ich bin sehr überrascht, wie gut die
Anbindung der Dörfer an die Städte ist und wie gut dadurch die
medizinische Versorung der Frauen ist. Ich dachte immer, dass das
alles noch viel primitiver ist. Man darf dieses Land doch in vielen
Dingen nicht unterschätzen!)
Die allermeisten Frauen bekommen ihr
Kind im Krankenhaus, in einem der umliegenden Städte. Es ist
wichtig, dass die Frauen, auch wenn die Krankenhäuser, im deutschen
Sinne, sehr unhygienisch sind, in ein Krankenhaus gehen. Dort haben
sie wenigstens eine medizinsche Versorgung.
Es gibt wohl immer noch Frauen, die
lieber in den Wald oder auf das Feld gehen, um dort ihr Kind zu
gebären. Dies ist, noch immer, ein Grund der hohen Mutter- und
Kindersterblichkeit hier in Indien.
Aus diesem Grund klären wir auch alle Frauen darüber auf, wie wichtig es ist, dass sie für die Geburt ein Krankenhaus aufsuchen sollen.
Aus diesem Grund klären wir auch alle Frauen darüber auf, wie wichtig es ist, dass sie für die Geburt ein Krankenhaus aufsuchen sollen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich stolz
bin, dass die Village Visits nun so ablaufen. Ich habe Archana die
Lust an ihrem Beruf zurück geben und sie motiviert :)
Doch leider habe ich letzte Woche
herausgefunden, dass Harscha, die zweite Nurse, gar keine Nurse ist,
sondern "nur" eine VHSW = Village Health Social Workerin.
Ihr fehlt die Ausbildung und damit das
Wissen über die allgemeinen Krankenheiten, Schwangerschaft, Geburt
und Wochenbett. Sie geht in die Dörfer, um dort nur allgemeine
Aufklärung zu betreiben.
Nun muss ich mein "Konzept",
was ich mit Archana zusammen erarbeitet habe, für Harscha noch
einmal komplett überdenken und bin am überlegen, ob sie eventuell
auch noch die Möglichkeit der Ausbildung/Weiterbildung bekommen
kann.
Für die nächsten Wochen, werde ich
mit Harsha und Archana zusammen in die Dörfer fahren, sodass Harsha
von Archana und mir lernen kann.
Dies war aber wieder ein herber
Rückschlag, aber wie für alles wird es auch hierfür eine Lösung
geben.
Desweiteren habe ich mit Kooperation
vom Memorial Krankenhaus, in dem ich mein "Praktikum"
gemacht habe, für die Mitglieder des Sangam, v.a. im Health Bereich
eine Fortbildung organisiert mit dem Thema "Mother- and
Childcare". Ich war bei dem ersten Teil persönlich leider nicht
anwesend, aber das Feedback war sehr positiv und ich hoffe, dass
demnächst der zweite Teil der Fortbildung laufen wird. Dort werde
ich dann auch anwesend sein, was wahrscheinlich aber nicht so viel
bringen wird, denn es wird auf Marathie sein...
Der Sangam gibt vielen Jugendlichen aus
den Dörfer die Möglichkeit eine Ausbildung zu machen. Für diese
Ausbildung müssen sie nur einen geringen Eingenbetrag aufbringen.
Es werden Schneiderinnen,
Zweiradmechaniker, Elektriker, Computer-Fachmänner - und frauen,
und im Healthbereich VHSW (Village Health Social Workers) und TBA
(Train Birth Attendence) ausgebildet.
Die Ausbildung von den VHSW dauert vier
Monate.
Die sieben Mädchen aus
unterschiedlichen Dörfer hatten letzte Woche ihren letzten
Arbeitstag.
Ich habe sie die vollen vier Monate auf
ihrem Weg begleitet, war ihnen eine Lehrerin
Dies hat mir unglaublich viel Spaß
gemacht, wenn es auch manchmal etwas ansterengend war.
Im ersten Monaten haben sie
theoretischen Unterricht von Archana erhalten. Die letzten drei
Monate praktischen Unterricht während der Village Visits.
Ich habe mit ihnen das Blutdruck - und
Pulsmessen geübt, habe ihnen gezeigt wie man erkennt, ob eine Frau
Ödeme hat und wie das Kind im Mutterleib liegt. Auch habe ich Ihnen
unterricht in Englisch und Sexualeducation gegeben.
Es war so spannend zu sehen, wie diese
sieben Mädels sich verändert habe, an Selbstbewusstsein gewonnen
haben!
Ich dachte eigentlich, dass sie erst
Ende September ihre Ausbildung beenden werden. Letzte Woche Montag
habe ich dann durch einen Zufall erfahren, dass sie, an diesem Tag
noch, den Sangam verlassen werden. SEHR SCHADE!
Im Januar werden sie dann für ein Jahr in mehreren Klinik, in Nagpur, zu TBA´s ausgebildet.
Im Januar werden sie dann für ein Jahr in mehreren Klinik, in Nagpur, zu TBA´s ausgebildet.
Danach werden sie dann noch einmal für
sechs Monate nach Bamhani zurück kehren, um ihr Wissen in der
Dorfarbeit zu vertiefen. Ich freue mich schon darauf, sie noch einmal
in Nagpur wieder zu sehen.
Ich weiß, dass ich von diesen Mädchen
eigentlich nie wieder etwas erfahren werde. Ich werde nie wissen,
wann und mit wem sie verheiratet werden, ob sie glücklich sind, wann
und wie viele Kinder sie bekommen und v.a. ob sie ihren Beruf nach
der Hochzeit noch weiterhin ausführen dürfen. Eine merkwürdige
Erfahrung im Zeitalter von Internet und Facebook. Möglichkeiten der
Kommunikation, der diesen Mädchen nciht zur Verfügung steht.
Aber nicht nur den VHSW, sondern auch
den Technical Boys habe bzw. gebe ich Englisch-unterricht. Dies
findet allerdings nicht wirklich regelmäßig statt, denn oft sind
sie schon weg, oder noch nicht da, wenn ich auf den (Rück-) Weg von
den Village Visits bin.
Zu Beginn haben Sophie dies zusammen
gemacht, denn wir hatten ca. 50 Boys. Nun sind es vielleicht noch 20.
Jeden Freitag fahren wir mit Dr.
Mukerjee nach Naranpur, einem Subcenter vom Sangam. Dies wird dann
zu unserer "Klinik". Dort holt der Fahrer vom Sangam
Patienten aus ihren Dörfern hab, damit sie dann vom Dr. Mukerjee
untersucht werden können. Während der Woche fährt Schubah, auch
eine Nurse, in die einzelnen Dörfer und selektiert die Personen
heraus, die einen Arzt benötigen. Dort haben wir fast alles, von
einem gebrochenem Handgelenk, über eine tiefe offene Schnittwunde,
über Erkältung und Hautausschlägen. Es ist unlaublich interessant
Dr. Mukerjee bei seiner Arbeit zu beobachten. Zu beobachten, wie er
nur mit seinen bloßen Hände, ohne jegliche Hilfsmittel, Diagnosen
feststellt und dann dazu die benötigte Behandlung durchführt bzw.
weitergibt.
Dort war neben dem Beobachten und
Lernen meine Aufgabe das Dokumentationssystem zu verbessern.
Als ich anfing wurde jeder Name, jede
Diagnose und jede Medikamentengabe in drei unterschiedliche Bücher
geschrieben. Einen Überblick hatte niemand.
Nun haben wir "Hefter", die
die Patienten mit nach Hause bekommen und in denen alles
niedergeschrieben wird. Mit diesen Heftern gehen die Patienten sehr
sorgfältig um und bringen diese bei jedem Besuch auch wieder mit.
Für Dr. Mukerjee ist es so möglich seine vorherigen Behandlungen zu verfolgen und dementsprechend neue Behandlungen anzupassen.
Für Dr. Mukerjee ist es so möglich seine vorherigen Behandlungen zu verfolgen und dementsprechend neue Behandlungen anzupassen.
Die Umstellung der Dokumentation ist
nicht einfach. Alles brauch seine Zeit und ich bin guter Hoffnung :)
Ich habe einiges erreicht, aber meine
Pläne werden nicht weniger. Aber meine Zeit rast, ich werde
wahrscheinlich nur noch sechs Wochen in Bamhani sein. Nur noch 6
Wochen!! Das klappt doch nie, die Pläne alle noch umzusetzen!!
Eigentlich wusste ich ja schon vorher,
dass ich das Projekt nicht perfekt verlassen werden. Gibt es
überhaupt ein Perfekt?? Trotzdem ein komische Situation.
Zum Glück habe ich nun eine super
Nachfolgerin, Elena, bei der ich das Gefühl habe, das meine Arbeit
nicht ganz im Sande verlaufen wird.
Ein schönes Gefühl!
Auch wenn man immer mehr erreichen
könnte, bin ich stolz darauf was ich bis jetzt erreicht habe. Vor
allem wenn man bedenkt, dass es zwei bis drei Monate im Durschschnitt
46-49°C war, ich mich erst einmal in einem fremden Land mit einer
völlig fremden Kultur einleben musste und mich Archana und Harsha
als "Neue" akzeptiert hatten.
Eine Zeit, in der ich unglaublich viel
über das Land Indien, "mein" Land und meine Kultur und
mich gelernt habe.
Meine Entscheidung, nach Indien zu
gehen, stand für mich ja schon sehr lange fest und viele von euch
haben mich für verrückt gehalten, aber ich bin so froh, dass ich
diesen Weg eingeschlagen habe und ich kann nur jedem ans Herz legen,
dass Heimatland nicht nur als Tourist zu verlassen. Es muss ja nicht
immer Indien sein und auch nicht für ein Jahr, aber die Erfahrungen,
die ich hier machen durfte und noch machen werde, sind so
unbeschreibbar wertvoll!!
Ich wollte noch Danke sagen!
Danke dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt um meine ewig langen Texte auch wirklich zu lesen. Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen weniger bzw. kürzer zu schreiben, aber es funktioniert nicht ;)
Danke dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt um meine ewig langen Texte auch wirklich zu lesen. Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen weniger bzw. kürzer zu schreiben, aber es funktioniert nicht ;)
Danke, oder wie man hier sagt: Danjawad
Aus Zeitgründen füge ich die Bilder nicht in den Text ein, sondern ihr dürft sie zu Schluss genießen :)
Dr. Mukerjee beim unterrichten
|
| Schwangerenvorsorge während eines gynäkologischen Camps |
| So lernen die Mädels i.m-spritzen |
| Archana mit den "alten" TBAs |
| Indischer Mutterpass |
Auf den Village Visits
| Eine Wöchnerin |
| Meine Lieblingsschwangere |
Einer meiner Projekte war und ist den Indern ein wenig Ordnung und Sauberkeit beizubringen. Hier haben wir unser "Büro" und "Krankenzimmer" und unseren Kreißsaal, der leider nicht mehr verwendet wird, aufgeräumt...
| deutsche Stärkung :) |
| Ein bisschen Spaß muss sein!! |
| Stolze Harsha |
Ordnung des Medikamentenschranks:

Die Sache mit dem schwer erkennbaren und verborgenen Sinn finde ich gut. Manchmal erschließt sich einem der Sinn erst später. (Übrigens auch eine gute Frage. Lebe ich ein sinnvolles Leben? Und wenn ja, woran erkenne ich das?)
AntwortenLöschenWow, schon ein halbes Jahr/erst ein halbes Jahr? Es kommt mir wesentlich länger vor, denn ich war am Samstag bei der Examensfeier in Mainz. Nein, ich bin nicht wieder krank geworden. :-)
Danke für die Eindrücke. Mein Bild von Indien wird dadurch auch immer etwas differenzierter.
Liebe Grüße
FH