Sonntag, 25. September 2011

halbes Jahr = 50% = bald bin ich wieder zurück :)


Zeit ist eine ganz merkwürdige Einheit. Etwas absolut nicht Greifbares.

Ich habe hier in Indien nun meine Halbzeit erreicht. Um genau zu sein war sie schon am 28. August.
Nun zählt die Zeit rückwärts.
Die Hälfte!!

Und alles wird anders.
Dies wollte ich als Anlass nehmen und mal etwas Allgemeines über meine Arbeit und mein Leben, was zu meinem Alltag geworden ist, zu berichten.


Am Montag, den 05.09, haben wir, Yvonne Frederik und Ich, Sophie zum Flughafen gebracht.
Sophie, meine zweite Hälfte hier in Indien.
Wir beiden haben dieses Jahr, bis auf ein wenige paar Wochen, immer zusammen verbracht. Mit ihr habe ich nicht nur mein Zimmer über 6 Monate geteilt, sonder vor allem auch viele Gespräche, viele Eindrücke, viele Gedanken, eigentlich alles! Alles was mein aktuelles Leben hier ausmacht.
Es war ein komisches Gefühl, dass nun die erste Person von uns Vieren den Ort verlässt und damit unsere gemeinsame Zeit beendet. Eine unglaublich eindrucksvolle Zeit, die wir so nie wieder haben werden.

 Ein paar bildliche Eindrücke:






Sizzling Brownie!! Das Beste was Schokolade so zu bieten hat!!


Bei einer Filmpremiere

Hmmm  lecker! Dai Puri!

Sunny, ein Freund

Die Freundschaft mit den Affen

Gesegnet wurden wir alle ganz oft

In einer Kohlemine

Chinese Food am Straßenrand

Die Auswirkungen vom Monsun ;)

Die Sonne genießen, nur der Chai fehlt
Somosas!!!


Mango!!!


Sandwich!!


Frisch gepresster Saft!!

Zuckerrohr....
... Saft!!
-

Henna!!





Mein Papa <3

Bekomme einen Salva-Kamez genäht :)

und wir bekommen Post.. auf indische Art auf Weise...

"Meine" Kinder aus dem Dorf :)

Beim Servieren.. Super anstrengend!!


Chapati!!!
 


 

Ganz komisch war vor allem, dass zweit Stunden später die "Neuen" angekommen sind. Neue neugierige Freiwillige, die ganz begierig darauf sind, die Erfahrung "Indien" nun auch machen zu können. Sie sind innerlich aufgewühlt, fühlen sich noch ein wenig fremd und haben vor allem viele Fragen.

Ja und ich? Ich weiß gerade selber übrhaupt nicht wo ich stehe. Kann es noch nicht wahr haben, dass das erste halbe Jahr schon vorbei sein soll. Ich bin doch gestern hier erst angekommen, wurde von Hargowind und Sophie am Flughafen abgeholt und habe mein Zimmer eingerichtet.
Dann ist aber in diesem halben Jahr doch auch wieder unglaublich viel passiert.
Ich habe unbeschreibliche viele herzliche Menschen kennen gelernt, viele wunderschöne, interessante und verrückte Orte besucht, viele viele Eindrücke gesammelt, mir über vieles Gedanken gemacht. Ich habe viel gelacht, war immer mal wieder überfordert mit der neuen Kultur, mit mir, mit den Eindrücken und Erlebnissen, hatte Heimweh, war ab und an verzweifelt, habe getanzt, viel Neues gegessen, viel ausprobiert.
Nun ist dies Leben, was so neu, ganz anders war, für mich Alltag.

Natürlich fahre ich Riksha, wenn ich irgendwo hinmöchte, selbstverständlich laufe ich über die Straße, wo ich vor einem halben nicht gewusst hätte, dass man das überleben kann, natürlich esse ich mit den Händen, trage ich bei 45°C lange Hosen und bedecke meinen Körper so weit es geht, Hindi klingt vertraut in den Ohren, Chai, Dal und Chapati gehören zum täglichen Essen, Schokolade, Pizza, Nudeln sind eine Seltenheit.
Ganz selbstverständlich lebe ich immer mal wieder ohne Strom und blöder Weise auch ohne Wasser, d.h. Brunnenwasser steht mir immer zur Verfügung.
Ich schlafe in zu harten Betten und habe das Gefühl im Schullandheim zu wohnen, was Alkohol und Zigaretten angeht.
Ich freue mich tag täglich über das frischeste Obst und Gemüse ans dem Garten oder vom Markt für umgerechnet ca 50 Cent das Kilo (dazu gehören Mangos, Granatäpfel, Wassermelone, Papaya, Tomaten, etc.) Alles so unglaublich lecker und süß und muss meist noch nicht einmal selber kochen :)
Alltag eben - mein Leben.

Auch Yvonne habe ich am Donnerstag, den 08.09., verabschiedet.
Ein weiterer Mensch, der immer zu "meinem" Indien dazu gehören wird. Ein weiterer Mensch, mit dem ich unglaubliche viele Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken geteilt habe. Ein weiterer Teil des vertrauten Indiens ist nun weg.
Das Schöne, sie werde ich im Oktober noch einmal wieder sehen, bevor sie nach Deutschland zurück reisen wird.
Und Freddi ist aktuell in Varanasie und wird im Oktober 3 Wochen lang Urlaub in der guten alten Heimat machen, um dann noch einmal für ca 1 1/2 Monate nach Indien zurück zu kehren.
Unsere perfekt aufeinander eingespielte Gruppe hat sich nun aufgelöst - aber wie heißt es so schön: "Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören." Und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen in Deutschland bei Chapati, Dal und vor allem Chai :)

Es ist eine neue Zeit mit neuen netten und interessanten Personen angebrochen, auf die ich mich jetzt freue :)

Aber ich bin hier ja nicht nur, damit ich was vom Land und den Menschen lernen kann, sondern damit ich auch ein wenig den Menschen hier etwas beibringen kann.

Ich bin hier ja hergekommen, mit der Vorstellung, hier eine Arbeitsstelle zu finden, in der ich sofort als Hebamme mit meinen gewohnten Aufgaben, Vor- und Nachsorge mit Geburten, beginnen kann. Ich als Junghebamme wollte lernen. Ich wollte von den Ärzten und Schwestern lernen, wie man Hebammenarbeit ohne technische Geräte duchführen kann.

Aber wie in Indien oft, war auch bei mir alles anders.
Wie schon in einem vorherigen Blogeintrag erwähnt, waren die Village Visits in meinen Augen sehr uneffektiv. Wir sind von aus zu Haus gelaufen und haben die Namen der darin lebenden Personen und ihr Alter aufgeschrieben. Nach ungefähr 5 Häusern waren wir dann aber auch fertig und haben die weiteren drei Stunden mit Chai trinken verbracht.
Dazu kommt dass ich die Sprache damals noch garnicht verstanden habe und auch von dem Land absolut keine Ahnung hatte.
Es ist oft so, dass es im ersten Moment für mich unlogisch aussieht und keinen Sinn ergibt, wenn ich dann aber nachfrage, oder einfach weiter beobachte, stellt sich heraus, dass das diese oder jene Situation doch einen Sinn ergibt. Ich habe gelernt mir Zeit zu lassen, mich einzulassen. Erst dann kann man das Land kennen lernen und auch ein ganz wenig verstehen lernen.
Was allerdings die Village Visits angeht, habe ich in der Form nie einen Sinn gefunden, da v.a. die Informationen noch nicht einmal verwendet wurden.

Ich denke, dass diese Form von Village Visit dadurch ergeben hat, dass bis vor c.a einem Jahr noch ein Doctor in Bamhani gearbeitet hat. Er machte die Arbeit und die Nurses haben ihm zugespielt. Da ein Doctor finanziell wohl nicht mehr getragen werden kann, mussten sich die Village Visits verändern. Sie sollen mehr präventiv sein. Das war und ist meine Aufgabe.

Durch Mr. Khisty, meinem Chef, kamen wir mit einer Organisation des Goverments für "Mother- and Childcare" in Kontakt. Es gab eine Fortbildung für alle Mitarbeiter des Sangam.
Auch wenn diese Fortbildung leider in Marathie war und ich nur einen Bruchteil, durch Übersetzung, mitbekommen hatte, habe ich erfahren, wie wichtig es ist, sich um die Schwangeren, Wöchnerinnen und ihre Kinder zu kümmern. Perfekt für mich, denn genau das ist ja mein Aufgabengebiet :)

Mit Archana, meiner Nurse, konnte ich sehr gut anfangen diese Arbeit der Vorsorge, Nachsorge und Aufklärung umzusetzen, da sie auch Hebamme ist.
Den Beruf der Hebamme gibt es in Indien nicht als das Berufsbild, wie wir es in Deutschland kennen. Sie wurde in zwei Jahren eher zu einer ärztlichen Assistentin im Bereich Geburtshilfe ausgebildet. Aber sie hat ein sehr gutes Grundwissen.

Ich fing an Dokumentationsvorlagen zu entwerfen. Dann, als ich sie, nach stundenlanger PC-Arbeit endlich fertig hatte, habe ich erfahren, dass wir noch Vordrucke haben und diese erstmal verwenden sollen. Nun gut. Wieder eine Erfahrung, dass in Indien doch irgendwie alles anders läuft.

Bis heute habe ich es mit Hilfe von Archana geschafft, dass bei ihren Villages Visits v.a. die Schwangeren versorgt werden.
Ich habe ihr gezeigt wie bei uns in Deutschland die Vorsorgen ablaufen.
Nun erstellen wir auf unseren Village Visits erstmal eine Anamnese und errechnen den voraussichtlichen Geburtstermin. Wir schauen nach Ödemen und Varizen, checken den Blutdruck und Puls, überprüfen, ob die Frauen an einem Eisenmangel leiden.
Natürlich tasten wir auch, mit den Leopold´schen Handgriffen, wie das Kind im Bauch der Mutter liegt, ob die Größe des Bauches auch der eigentlichen Schwangerschaftswoche entspricht, ob der Kopf schon fest im Becken ist, etc.. Wir hören mit dem Pinard-Hörrohr nach den Herztönen des Kindes.
Archana klärt dann noch über die allgemeine Ernährungslehre auf, welche Nahrungsmittel wichtig sind, dass sie das Wasser abkochen sollen, bevor sie es trinken, wie sie sich bücken und wie sie heben sollen, Hygiene, Verhütung, etc.
Wenn wir irgendwelche Komplikationen feststellen, erklären wir den Frauen, dass sie einen Arzt aufsuchen sollen.
(Ich bin sehr überrascht, wie gut die Anbindung der Dörfer an die Städte ist und wie gut dadurch die medizinische Versorung der Frauen ist. Ich dachte immer, dass das alles noch viel primitiver ist. Man darf dieses Land doch in vielen Dingen nicht unterschätzen!)
Die allermeisten Frauen bekommen ihr Kind im Krankenhaus, in einem der umliegenden Städte. Es ist wichtig, dass die Frauen, auch wenn die Krankenhäuser, im deutschen Sinne, sehr unhygienisch sind, in ein Krankenhaus gehen. Dort haben sie wenigstens eine medizinsche Versorgung.
Es gibt wohl immer noch Frauen, die lieber in den Wald oder auf das Feld gehen, um dort ihr Kind zu gebären. Dies ist, noch immer, ein Grund der hohen Mutter- und Kindersterblichkeit hier in Indien.
Aus diesem Grund klären wir auch alle Frauen darüber auf, wie wichtig es ist, dass sie für die Geburt ein Krankenhaus aufsuchen sollen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich stolz bin, dass die Village Visits nun so ablaufen. Ich habe Archana die Lust an ihrem Beruf zurück geben und sie motiviert :)

Doch leider habe ich letzte Woche herausgefunden, dass Harscha, die zweite Nurse, gar keine Nurse ist, sondern "nur" eine VHSW = Village Health Social Workerin.
Ihr fehlt die Ausbildung und damit das Wissen über die allgemeinen Krankenheiten, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie geht in die Dörfer, um dort nur allgemeine Aufklärung zu betreiben.
Nun muss ich mein "Konzept", was ich mit Archana zusammen erarbeitet habe, für Harscha noch einmal komplett überdenken und bin am überlegen, ob sie eventuell auch noch die Möglichkeit der Ausbildung/Weiterbildung bekommen kann.
Für die nächsten Wochen, werde ich mit Harsha und Archana zusammen in die Dörfer fahren, sodass Harsha von Archana und mir lernen kann.

Dies war aber wieder ein herber Rückschlag, aber wie für alles wird es auch hierfür eine Lösung geben.

Desweiteren habe ich mit Kooperation vom Memorial Krankenhaus, in dem ich mein "Praktikum" gemacht habe, für die Mitglieder des Sangam, v.a. im Health Bereich eine Fortbildung organisiert mit dem Thema "Mother- and Childcare". Ich war bei dem ersten Teil persönlich leider nicht anwesend, aber das Feedback war sehr positiv und ich hoffe, dass demnächst der zweite Teil der Fortbildung laufen wird. Dort werde ich dann auch anwesend sein, was wahrscheinlich aber nicht so viel bringen wird, denn es wird auf Marathie sein...

Der Sangam gibt vielen Jugendlichen aus den Dörfer die Möglichkeit eine Ausbildung zu machen. Für diese Ausbildung müssen sie nur einen geringen Eingenbetrag aufbringen.
Es werden Schneiderinnen, Zweiradmechaniker, Elektriker, Computer-Fachmänner - und frauen, und im Healthbereich VHSW (Village Health Social Workers) und TBA (Train Birth Attendence) ausgebildet.
Die Ausbildung von den VHSW dauert vier Monate.
Die sieben Mädchen aus unterschiedlichen Dörfer hatten letzte Woche ihren letzten Arbeitstag.
Ich habe sie die vollen vier Monate auf ihrem Weg begleitet, war ihnen eine Lehrerin
Dies hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, wenn es auch manchmal etwas ansterengend war.
Im ersten Monaten haben sie theoretischen Unterricht von Archana erhalten. Die letzten drei Monate praktischen Unterricht während der Village Visits.
Ich habe mit ihnen das Blutdruck - und Pulsmessen geübt, habe ihnen gezeigt wie man erkennt, ob eine Frau Ödeme hat und wie das Kind im Mutterleib liegt. Auch habe ich Ihnen unterricht in Englisch und Sexualeducation gegeben.
Es war so spannend zu sehen, wie diese sieben Mädels sich verändert habe, an Selbstbewusstsein gewonnen haben!
Ich dachte eigentlich, dass sie erst Ende September ihre Ausbildung beenden werden. Letzte Woche Montag habe ich dann durch einen Zufall erfahren, dass sie, an diesem Tag noch, den Sangam verlassen werden. SEHR SCHADE!
Im Januar werden sie dann für ein Jahr in mehreren Klinik, in Nagpur, zu TBA´s ausgebildet.
Danach werden sie dann noch einmal für sechs Monate nach Bamhani zurück kehren, um ihr Wissen in der Dorfarbeit zu vertiefen. Ich freue mich schon darauf, sie noch einmal in Nagpur wieder zu sehen.
Ich weiß, dass ich von diesen Mädchen eigentlich nie wieder etwas erfahren werde. Ich werde nie wissen, wann und mit wem sie verheiratet werden, ob sie glücklich sind, wann und wie viele Kinder sie bekommen und v.a. ob sie ihren Beruf nach der Hochzeit noch weiterhin ausführen dürfen. Eine merkwürdige Erfahrung im Zeitalter von Internet und Facebook. Möglichkeiten der Kommunikation, der diesen Mädchen nciht zur Verfügung steht.

Aber nicht nur den VHSW, sondern auch den Technical Boys habe bzw. gebe ich Englisch-unterricht. Dies findet allerdings nicht wirklich regelmäßig statt, denn oft sind sie schon weg, oder noch nicht da, wenn ich auf den (Rück-) Weg von den Village Visits bin.
Zu Beginn haben Sophie dies zusammen gemacht, denn wir hatten ca. 50 Boys. Nun sind es vielleicht noch 20.


Jeden Freitag fahren wir mit Dr. Mukerjee nach Naranpur, einem Subcenter vom Sangam. Dies wird dann zu unserer "Klinik". Dort holt der Fahrer vom Sangam Patienten aus ihren Dörfern hab, damit sie dann vom Dr. Mukerjee untersucht werden können. Während der Woche fährt Schubah, auch eine Nurse, in die einzelnen Dörfer und selektiert die Personen heraus, die einen Arzt benötigen. Dort haben wir fast alles, von einem gebrochenem Handgelenk, über eine tiefe offene Schnittwunde, über Erkältung und Hautausschlägen. Es ist unlaublich interessant Dr. Mukerjee bei seiner Arbeit zu beobachten. Zu beobachten, wie er nur mit seinen bloßen Hände, ohne jegliche Hilfsmittel, Diagnosen feststellt und dann dazu die benötigte Behandlung durchführt bzw. weitergibt.
Dort war neben dem Beobachten und Lernen meine Aufgabe das Dokumentationssystem zu verbessern.
Als ich anfing wurde jeder Name, jede Diagnose und jede Medikamentengabe in drei unterschiedliche Bücher geschrieben. Einen Überblick hatte niemand.
Nun haben wir "Hefter", die die Patienten mit nach Hause bekommen und in denen alles niedergeschrieben wird. Mit diesen Heftern gehen die Patienten sehr sorgfältig um und bringen diese bei jedem Besuch auch wieder mit.
Für Dr. Mukerjee ist es so möglich seine vorherigen Behandlungen zu verfolgen und dementsprechend neue Behandlungen anzupassen.
Die Umstellung der Dokumentation ist nicht einfach. Alles brauch seine Zeit und ich bin guter Hoffnung :)


Ich habe einiges erreicht, aber meine Pläne werden nicht weniger. Aber meine Zeit rast, ich werde wahrscheinlich nur noch sechs Wochen in Bamhani sein. Nur noch 6 Wochen!! Das klappt doch nie, die Pläne alle noch umzusetzen!!
Eigentlich wusste ich ja schon vorher, dass ich das Projekt nicht perfekt verlassen werden. Gibt es überhaupt ein Perfekt?? Trotzdem ein komische Situation.
Zum Glück habe ich nun eine super Nachfolgerin, Elena, bei der ich das Gefühl habe, das meine Arbeit nicht ganz im Sande verlaufen wird.
Ein schönes Gefühl!

Auch wenn man immer mehr erreichen könnte, bin ich stolz darauf was ich bis jetzt erreicht habe. Vor allem wenn man bedenkt, dass es zwei bis drei Monate   im Durschschnitt 46-49°C war, ich mich erst einmal in einem fremden Land mit einer völlig fremden Kultur einleben musste und mich Archana und Harsha als "Neue" akzeptiert hatten.
Eine Zeit, in der ich unglaublich viel über das Land Indien, "mein" Land und meine Kultur und mich gelernt habe.

Meine Entscheidung, nach Indien zu gehen, stand für mich ja schon sehr lange fest und viele von euch haben mich für verrückt gehalten, aber ich bin so froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe und ich kann nur jedem ans Herz legen, dass Heimatland nicht nur als Tourist zu verlassen. Es muss ja nicht immer Indien sein und auch nicht für ein Jahr, aber die Erfahrungen, die ich hier machen durfte und noch machen werde, sind so unbeschreibbar wertvoll!!


Ich wollte noch Danke sagen!
Danke dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt um meine ewig langen Texte auch wirklich zu lesen. Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen weniger bzw. kürzer zu schreiben, aber es funktioniert nicht ;)
Danke, oder wie man hier sagt: Danjawad


Aus Zeitgründen füge ich die Bilder nicht in den Text ein, sondern ihr dürft sie zu Schluss genießen :)

Dr. Mukerjee beim unterrichten
Interessanter Unterricht von Dr. Mukerjee
"Ernähungslehre"










Schwangerenvorsorge während eines gynäkologischen Camps



So lernen die Mädels i.m-spritzen




 
Archana mit den "alten" TBAs



Indischer Mutterpass

 Auf den Village Visits
Eine Wöchnerin




Meine Lieblingsschwangere


Einer meiner Projekte war und ist den Indern ein wenig Ordnung und Sauberkeit beizubringen. Hier haben wir unser "Büro" und "Krankenzimmer" und unseren Kreißsaal, der leider nicht mehr verwendet wird, aufgeräumt...




deutsche Stärkung :)




Ein bisschen Spaß muss sein!!

Stolze Harsha







Ordnung des Medikamentenschranks:









1 Kommentar:

  1. Die Sache mit dem schwer erkennbaren und verborgenen Sinn finde ich gut. Manchmal erschließt sich einem der Sinn erst später. (Übrigens auch eine gute Frage. Lebe ich ein sinnvolles Leben? Und wenn ja, woran erkenne ich das?)

    Wow, schon ein halbes Jahr/erst ein halbes Jahr? Es kommt mir wesentlich länger vor, denn ich war am Samstag bei der Examensfeier in Mainz. Nein, ich bin nicht wieder krank geworden. :-)

    Danke für die Eindrücke. Mein Bild von Indien wird dadurch auch immer etwas differenzierter.

    Liebe Grüße
    FH

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