Meine Haare sind zum Glück garnicht so schlimm, wie im ersten Moment gedacht. *Puhhh*
| Dieses Schicksal ist mir zum Glück erspart geblieben :) |
Sie sind etwas rötlich, leicht bronzefarben geworden.
Es war der erste Schock, der mich den Eintrag schrieben lies.
Es war halt mehr als eine Kur, aber Pumuckel war etwas übertrieben. Es drückte mehr mein Gefühl aus ;)
| Nicht das schönste Foto, aber es zeigt meine Haare am besten :) |
Nun zu meinem Wochenende im Nagjira Nationalpark.
Um es Vorneweg zu nehmen. Einen Tiger haben wir leider leider nicht gesehen, obwohl wir 3 mal durch den Park gefahren sind. Es wäre aber auch absolutes Glück gewesen.
Dafür gab es unglaublich viele Vögel. Meine Mitfahrer waren absolut Vogel verrückt. Ich habe auf die Entfernung meisten noch nicht mal die Unterschiede bemerkt, oder sie vor lauter Bäumen überhaupt nicht gesehen *schäm*
Es gab aber viele Rehe, Wildschweine und unmengen von Affen. Mich haben vor allem die Termietenhügel fasziniert. Es ist unglaublich, dass so kleine Insekten so riesige Gebilde bauen können!
Dadurch das wir immer mit dem Auto durch den Wald gefahren sind, haben wir leider eher wenig von den Geräuschen mitbekommen :( Ich hätte gerne noch mehr die Ruhe und Stille genossen.
Wir hatten einmal knapp 5 Minuten das Auto aus und ich war begeistert von den Geräuschen der Natur. Es war aber garnicht so leicht 8 Inder zum schweigen zu bringen, v.a. da darunter auch noch 5 Frauen waren ;)
Gewohnt haben wir zwar mit fließendem Wasser, aber ohne Strom.
Unser „Zimmer“ war absolut spartanisch eingerichtet. Eigentlich standen da nur 16 Stockbetten drinnen. Das wars. Und Platz gab es nur um einen Weg zu „Bad“ frei zu haben.
Das Bad bestand aus 6 einzelnen Räumchen. Vier davon waren Plumsklos, die mehr dreckig als sauber waren und eigentlich auch nur 2 davon benutzbar.
Die „Duschen“ waren Wasserhähne aus der Wand. Die Leitung die man als Dusche hätte bezeichnen können funktionierte nicht. Der andere Wasserhahn befand sich auf Schambeinhöhe. Die Inder „duschen“ indem sie sich einen Eimmer mit Wasser füllen und sich dann mit einem kleinen Eimer das Wasser überkippen. Leider waren die Eimer so versifft, dass ich diese nicht benutzen wollte.
Was blieb uns also übrig? Wir haben uns unter den „kleinen Wasserhahn“ gehockt. Es war garnicht so leicht zu duschen ohne die Wand berühren zu wollen.
Es muss definitiv ein lustiges Bild gewesen sein ;) Aber was will ich mehr, ich wurde sauber und hatte das Gefühl von Frische! :) Ein absolutes Hochgefühl!
Mit den Indern so lange zusammen zu sein war nicht immer leicht.
Yvonne und ich haben einfach gemerkt, dass wir einfach aus einer anderen Kultur kommen. Einfach doch anders sind, ob wir es wollen oder nicht. Auch wenn wir unser Bestes geben und versuchen uns zu integrieren. Es geht einfach nicht immer und manchmal kann man seine Kultur und seine Gewohnheiten auch nicht ablegen.
Am ersten Abend, als es Zeit war ins Bett zu gehen, putzen wir unsere Zähne und zogen uns um. Die Inter saßen alle zusammen auf dem Bett und sagen.
Ja warum haben wir uns nicht sofort dazu gesetzt?? Es klingt so einfach, aber es war es nicht. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Ein Gefühl, dass sich nicht beschreiben lässt.
Dazu kommt, dass sehr viel Hindi gesprochen wurde. Dies macht es unglaublich schwer sich zu integrieren. Wir lernen zwar die Sprache und können auch immer mehr, aber Gespräche zu verfolgen und dann auch noch mitzureden ist momentan noch unmöglich.
Das größte Problem was wir hatten und somit auch die größte Herausforderung war das Wasser. Gefiltertes Wasser.
Wir hatten beide etwas gefiltertes Wasser dabei und wollten eigentlich noch neues kaufen, bevor wir in den Nationalpark gefahren sind. Die Inder meinte, dass das nicht nötig wäre, da wir dort auch definitiv Wasser bekommen würden.
Warum ich doch immer wieder auf die Inder höre und es eigentlich besser weiß, weiß ich auch nicht.
Denn wie sollte es auch anders sein, gab es kein gefiltertes Wasser.
Am ersten Morgen saßen wir nun da, durstig und nur mit Leitungswasser. Trinken, mit der Gefahr krank zu werden, oder dursten. Was tun?? Wir tranken kleine Schlücke in der Hoffnung nciht krank zu werden.
Wir sprachen das Thema an und wollten wissen, ob es nicht eventuell möglich wäre, noch einmal zurück zu fahren und Wasser für uns zu kaufen.
Es hat mindestens 1 ½ Stunden gedauert, bis wir sie dazu bekommen haben mit uns nocheinmal zurück zu fahren.
Es kamen Sätze: „Ja wieso trinkt ihr nicht einfach das andere Wasser, wir vertragen es doch auch.“ oder „Ja es gibt auch Oberschichtinder die es nicht trinken, da sie es dreckig finden.“
Ob sie im Endeffekt verstanden haben, warum wir anderes Wasser brauchten, weiß ich nicht.
Für uns war die Situation echt bescheiden. Wir fallen eh immer schon auf, allein durch unsere Erscheinung, dann durch unser Verhalten und nun brauchen wir auch noch anderes Wasser. Es war komisch sich ständig erklären zu müssen und nicht gas Gefühl zu haben auch nur im geringsten verstanden zu werden.
Aber wir bekamen unser Wasser :)
Auch wenn die Inder danach angefangen haben die beiden Wasser zu mischen, da sie kälteres Wasser wollten. „Warum mischt ihr für uns trinkbares Wasser mit dem Leitungswasser???“, war die Frage die mir immer wieder durch den Kopf ging??
Auch wenn die Inder danach angefangen haben die beiden Wasser zu mischen, da sie kälteres Wasser wollten. „Warum mischt ihr für uns trinkbares Wasser mit dem Leitungswasser???“, war die Frage die mir immer wieder durch den Kopf ging??
Auch hatten wir an dem Wochenende Diskussionen über Adolf Hitler.
Sie waren der Meinung, dass er ein guter Mann war.
Wir haben im Endeffekt die Disskusion abgebrochen, da wir ihnen, auch aufgrund der Sprachbarriere, nicht klar machen konnten, warum wir das absolut garnicht so sehen.
Das Wochenende war ein sehr anstrengendes, interessantes, beeindruckendes, kulturereiches Wochenende.
Für mich war es ein Wochenende, das nett war es erlebt zu haben.
Es war wunderschön die Natur so erleben zu können.
Es war mal wieder interessant zu sehen auf welches Minimum man seinen hygienischen Standard ohne Probleme reduzieren kann.
Und es war ohne weiteres ein sehr lehrreiches Wochenende. Ich habe nochmal sehr viel über die Kultur gelernt in der ich jetzt lebe.
Über das Leben eines Inders, der in der oberen Mittelschicht lebt.
Über das Leben eines Inders, der in der oberen Mittelschicht lebt.
Eines der Hauptthemen war die Beziehung zwischen Mann und Frau und damit einhergehend die Heirat. Dieses Thema ist aber so allumfassend, dass ich irgendwann einmal einen eigenen Blogeintrag dazu schreiben werde.
Ich habe an diesem We kaum Bilder gemacht. Die Fotos von den Anderen habe ich noch nicht. Wer sich Fotos anschauen möchte, kann das bei Facebook, unter meinen Freunden Amit, machen.
Aber nun war ganz Anderes.
Seit letztem Freitag bin ich stolze Besitzerin einen Saris. Ehrlich gesagt war der Sari viel zu teuer, und zu spontan und ich finde ihn wunderschön. Er ist aus reiner Seide und damit ist der Preis auch gerechtfertigt. Jetzt muss es nurnoch ein paar Gelegenheiten geben, an dem ich ihn auch tragen kann.
Seit letztem Freitag bin ich stolze Besitzerin einen Saris. Ehrlich gesagt war der Sari viel zu teuer, und zu spontan und ich finde ihn wunderschön. Er ist aus reiner Seide und damit ist der Preis auch gerechtfertigt. Jetzt muss es nurnoch ein paar Gelegenheiten geben, an dem ich ihn auch tragen kann.
Wie es dazu kam..
Sophie erzählte mir, dass wir am Freitag Abend auf eine indische Hochzeit eingeladen wären und sie da unglaublich gerne hingehen würde. Ihr Freund, Julian, ist aktuell in Indien und sie wollte ihm natürlich die Gelegenheit geben und dieses Event miterleben zu können.
Aber was anziehen?? Warum nicht ein Sari??
Also zogen wir am Freitag los. Früher konnten wir nicht, da wir unter der Woche im Bamhani, im Dorf, waren.
Wir hatten genau 3 Stunden Zeit. Eigentlich war es schon klar, dass es VIEL zu wenig Zeit sein würde. Aber unser Wunsch stand fest und Julian musste ein bisschen leiden ;)
Als wir dann endlich beide einen hatten, brauchten wir ja noch eine Bluse und einen Unterrock. Am besten natürlich auch noch typische Armreife und passenden Schmuck. Wenn schon denn schon.
Endlich geduscht und schon viel zu spät, half uns unsere Köchin uns einzukleiden.
Nach endlich einer Stunde verspätung, waren wir endlich fertig und konnten los.
Wir freuten uns riesig und waren froh passend angezogen zu sein.
Dieses Glücksgefühl hielt leider ganze 5 Minuten an...
Im Auto erfuhren wir, dass es nur eine Previewparty ist, in der die Frauen mit Henna bemalt werden, es getanzt und gegessen wird!
| Das schönste Henna was ich bis jetzt hatte :) |
| Sophie wird gerade bemalt |
Na super!! Was ein Stress, um dann doch nicht passend angezogen zu sein. Wir waren viel zu overdressed. Aber da wir als Weiße ja eh auffallen, war es eigentlich auch egal :)
Der Abend war leider im großen und ganzen eher mäßg und zur eigentlichen Hochzeit sind wir dann garnicht mehr gegangen ;) (Die hätte am Samstag Abend statt gefunden)
Der Abend war leider im großen und ganzen eher mäßg und zur eigentlichen Hochzeit sind wir dann garnicht mehr gegangen ;) (Die hätte am Samstag Abend statt gefunden)
So jetzt hab ich schon wieder viel zu viel geredet... Hier ein paar Fotos.
Ich hoffe er gefällt euch genauso gut wie mir :)
Freue mich auf den Eintrag über die Beziehung von Frauen und Männern und Hochzeit in Indien. :)
AntwortenLöschenMan muss nur weit genug reisen, damit sich alles irgendwie relativiert. Selbst Hitler. Nicht zu fassen. :-) Grüße FH
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